Stadthagen #2
Exkurs der drei tapferen Ritter des Met
von Seppel Höptner
So, man stelle sich vor, man sei Mitglied der Burgfest-Crew, seid 6-15 Jahren…! Da drängt sich unweigerlich die Frage auf: „Wie sieht es eigentlich auf anderen mittelalterlichen Märkten aus?!?“
Nun da gab es drei tapfere Trink…, äh Ritter, die genau das herauszufinden versuchten. Also zogen Rubens der Sprachgewandte, Markus der Starke, Ritter der Nie!, und ALEX..., (!Herbert!) ..., na gut, Herbert, (Name von der Red. geändert) vom Bielefelder HBF los, um Stadthagen im Sturm zu erobern.
Als wir dann endlich im Zug saßen, öffnete Rubens sein Proviant-Säckel und wir tranken fröhlich Becks und Desperados um uns lockerzumachen. In Stadthagen zeugte nur das Ortsschild vom Vorhandensein der Stadt.
Nachdem wir uns nach dem Weg erkundigt hatten, waren wir auch relativ schnell im Ortskern (...wie verwunderlich!). Dort erwarteten uns relativ viele Menschen, die sich auf dem Dorfplatz, der von alten Fachwerkhäusern umgeben war, tummelten. Nachdem wir alle bekannten und auch unbekannten Stände in Augenschein genommen hatten, ließen wir uns an der Moccabude nieder, wo Rubens dem seltsam gekleideten Barkeeper klarmachte, dass wir Mitglieder der Burgfestcrew sind und was für eine Schande es sei, das er uns nicht wieder erkenne. Der Moccamann hat sich dann schließlich mit einer tiefbraunen, stinkenden und scheußlich schmeckenden Plürre freigekauft.
Nachdem wir den Schock verwunden hatten, beschlossen wir, unseren Freund, den Met-Stand-Mann einen kleinen Besuch abzustatten. Na ja, was soll ich sagen, nachdem er uns erblickte war sein Grinsen wie eingemeißelt…, schließlich waren seine Tageseinnahmen gesichert…!? Aber falsch gedacht! Nachdem wir uns das erste Horn ins Gerüst gekippt hatten, bekamen wir Hunger und flüchteten zu einem Stand der heiße Nudeln verkaufte. Satt aber durstig verließen wir den Stand und folgten einem süßlichen Geruch… (nein Silke, nicht was Du wieder denkst!), der uns benebelte. Als die Sicht wieder klarer wurde, hatten wir schon wieder einen Humpen Met in der Hand…!
Ich muss euch sagen, die im Mittelalter hatten echt schmutzige Tricks auf Lager.
Nun kann ich eigentlich einen großen Zeitsprung machen, da in der Zwischenzeit nichts weiter passierte, als das wir uns ein Met nach dem anderen hinter die Binde kippten und Kommentare über die übrigen Gäste abließen.
Um zirka 18 Uhr war dann das letzte Fass alle. Wir hatten es tatsächlich geschafft des Met-Manns Vorräte bis auf den letzten Tropfen zu vernichten! Da wir aber immer noch nicht genug hatten und der Zug zurück erst in Stunden fuhr, kehrten wir im dort ansässigen Pflaumenbaum ein, wo wir die Ernährung dann auf Hefeweizen umstellten.
Als es endlich soweit war die Heimreise anzutreten, verkürzten wir uns den Weg, der uns auf einmal sehr weit vorkam, mit lustigen Volkswaisen.
Im Bahnhof dann erblickten wir einen einsamen Fotoautomat, den wir auch sogleich in Beschlag nahmen (Die Beweisfotos werden euch sicherlich bekannt sein).
Im Zug vertieften wir uns dermaßen in eine philosophische, auf höchstem Niveau liegende Diskussion, das wir ganz vergaßen umzusteigen. Da standen wir nun auf einem weit entfernten Bahnhof und der nächste Zug nach Bielefeld war noch 1 ½h entfernt. Da kam Markus der Starke, Ritter der von Nie, auf die Idee, noch in eine nahe gelegene Kneipe zu gehen, die er noch aus Zivi-Zeiten kannte. Gesagt, getan, und eh ich’s mir versah, hat ich schon wieder ´ne Kanne am Hals (Diesmal ein Maßkrug, voll mit Gerstensaft, (zu Besichtigen im Getränkestand!)).
Nur Rubens war zu dem Zeitpunkt ganz und gar abgefüllt und bestellte sich eine warme Muttermilch.
Die restliche Zeit vertrieben wir uns mit Darts spielen, was gar nicht mal so ungefährlich ist, wie ich mir habe sagen lassen…!?
Von da an wird’s uninteressant, weil ich mich eh an nichts mehr erinnern kann und auch sicherlich nicht mehr viel passiert ist. Wir sind ja alle heil nach Hause gekommen….!!??
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